Kernprofile für das deutsche Gesundheitswesen
Harmonisierung aller Spezifikationen in Deutschland
Mit der Etablierung von HL7 FHIR als Standard für Spezifikationen zum Datenaustausch im deutschen Gesundheitswesen ist in den vergangenen Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher Spezifikationen entstanden. Da die alleinige Nutzung von FHIR jedoch keine Interoperabilität garantiert, ist der Bedarf an Harmonisierung in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.
Diesen Bedarf adressieren Kernprofile. Sie schaffen eine gemeinsame, verbindliche Basis für alle FHIR-Spezifikationen im deutschen Gesundheitswesen.
Damit sind Kernprofile ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige, effiziente und patientenorientierte digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Grundlagenanalyse für Kernprofile
Im Januar 2026 haben wir den Zuschlag zur Ausschreibung “Grundlagenanalyse für Kernprofile in Deutschland” vergeben können. Die Bietergemeinschaft, bestehend aus der fbeta GmbH und der gefyra GmbH, hat im Zeitraum zwischen Februar und Juli 2026 die Analyse durchgeführt und im entsprechenden Ergebnispapier erfolgreich abschließen können.
Kleine Auswahl wichtiger Aussagen aus dem Ergebnispapier
- Kernprofile sollten als stabile, generische Baseline modelliert werden, die einen sektorübergreifend tragfähigen Minimalkonsens beschreibt
- Bisher bestehende Profile sind nicht aufwandsfrei als Kernprofil nachnutzbar
- Kernprofile benötigen ein begleitendes Rollen- und Obligationmodell
- Release-Zyklen der Kernprofile müssen mit den Umsetzungszeiträumen verbindlicher Spezifikationen abgestimmt sein
- Vorschlag für eine Prioritätsliste von Kernprofilen
