Medizinregister: IOP in registerspezifischen Datensätzen

IOP in Medizinregistern

Der Arbeitskreis soll anlässlich des geplanten Medizinregistergesetzes Empfehlungen für ein IOP-Framework für die Interoperabilität in registerspezifischen Datensätzen entwickeln.

Bewerbungsfrist

In den nächsten Monaten können Sie sich für den Arbeitskreis bewerben. Der genaue Bewerbungszeitraum wird noch kommuniziert.

Wichtig: Voraussetzung zur Mitwirkung in einem Arbeitskreis ist die Mitgliedschaft im IOP-Expertenkreis. Sie sind noch kein Mitglied im Expertenkreis? Dann bewerben Sie sich schnell bei uns.

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Alle Daten im Überblick

Leitung

Leitung

Vorsitz: Prof. Dr. Martin Sedlmayr

Stellvertretung: tbd, wird unter den Mitgliedern gewählt werden

Mitglieder

Mitglieder

tbd

Laufzeit

Laufzeit

Start: in Q4 2026

Ende: nach Laufzeit von ca. 4 Monaten

Art der Arbeit

Art der Arbeit

vorbereitend, beratend

Begründung

Begründung

Der Gesetzentwurf zur Stärkung von Medizinregistern (MRG) sieht in § 11 vor, dass registerspezifische Datensätze qualifizierter Medizinregister (MedReg) soweit möglich in strukturierter, standardisierter und interoperabler Form zu speichern sind. Damit wird Interoperabilität zu einer zentralen Voraussetzung für die verbesserte Nutzung von Registerdaten in Versorgung, Qualitätssicherung und Forschung. 

Zur Umsetzung dieser Anforderungen wird das KIG gesetzlich beauftragt, Festlegungen zur semantischen und syntaktischen Interoperabilität registerspezifischer Datensätze zu entwickeln. Die Qualität und Umsetzbarkeit dieser Festlegungen hängen wesentlich davon ab, inwieweit sie fachlich fundiert, praktikabel und von den beteiligten Akteuren akzeptiert sind. Vor diesem Hintergrund ist eine frühzeitige, kollaborative und konsensbasierte Vorarbeit unter Einbindung relevanter Stakeholder sowie eine Beratung durch Expert:innen des Interop Councils erforderlich. 

Ziel ist die Entwicklung eines interoperabilitätsorientierten Referenzrahmens („IOPFramework“), der als strukturierter Orientierungsrahmen für die Spezifikation registerspezifischer Datensätze dient. Dieses Framework adressiert rechtliche, organisatorische, semantische und technische Anforderungen und verfolgt insbesondere folgende Funktionen: 

1. Bereitstellung klarer Leitplanken für die interoperablen Spezifikation registerspezifischer Datensätze 

2. Inhaltliche Vorauswahl, methodische Vorbereitung und qualitative Absicherung der Festlegungen des KIG gegenüber MedReg sowie Primärsystemen 

3. Blaupause zur Beachtung der verbindlichen Festlegungen nach GIGV Anlage 1 durch MedReg am Beispiel der Vorgaben zum digital gestützten Medikationsprozess 

4. Förderung der Anschlussfähigkeit an bestehende Dateninfrastrukturen und Primärsysteme (insb. PVS, KIS) sowie an europäische Entwicklungen (EHDS) 

5. Perspektivische Reduktion von Doppeldokumentation und manuellem Integrationsaufwand bei meldenden Einrichtungen 

Zur Sicherstellung der Praxisnähe erfolgt die Erarbeitung exemplarisch entlang ausgewählter Registertypen (z.B. für Seltene Erkrankungen, Multiple Sklerose oder Rheuma) und im Austausch mit ähnlich betroffenen Registern wie den Krebsregistern 3 (nach § 65a SGB V) sowie unter Beachtung zentraler Datendomänen wie Diagnose, Phänotypisierung und Verlaufsdaten.

Ziele

Ziele

  1. Ist-Soll-Gap-Analyse Medizinregisterlandschaft 
    1. Strukturierung der deutschen Medizinregisterlandschaft: Typen, Governance, Betreiber, Finanzierung, Nutzungszwecke. 
    2. Analyse bestehender registerspezifischer Datensätze hinsichtlich Struktur, verwendeter Standards (inkl. FHIR, SNOMED CT, LOINC etc.), Reifegrad und Heterogenität 
    3. Soll-Analyse IOP-Anforderungen: Definition von sektorenunabhängigen Interoperabilitätsanforderungen, insbesondere auf technischer, semantischer und syntaktischer Ebene unter Beachtung von organisatorischen, rechtlichen und prozessualen Rahmenbedingungen; Einordnung in EHDS 
  2. IOP-Framework-Konzept: Entwicklung eines Konzepts für das IOP-Framework: Inhalte, Verbindlichkeitsgrade, Versionierungsstrategie, Governance und Übergabe an das KIG 
  3. Positionspapier mit priorisierten, umsetzbaren Empfehlungen zur Entwicklung, Kommunikation, Nutzung, Pflege und Kontrolle des IOP-Frameworks.
Ergebnis

Ergebnis

Positionspapier mit direkt adressierten Handlungsempfehlungen für ein IOP-Framework

Begleitend: Framework-Konzeptdokument zur direkten Übergabe an das KIG als Grundlage für Festlegungen nach Medizinregister-Gesetz

Notwendige Expertise

Notwendige Expertise

  • medizinische Register (insb. klinische Krebsregister, Register Seltene Erkrankungen, ggf. Multiple Sklerose, Rheuma)
  • Prozesse im ambulanten und stationären Bereich (meldende Einrichtungen)
  • Forschung, Forschungsdatenzentrum/ Datenintegrationszentrum
  • Primärsystemhersteller (PVS, KIS), Sekundärsystemen (bspw. ONKOSTAR), PROMs 
  • Standardisierung (insb. FHIR, SNOMED CT, LOINC, IHE) 
  • Recht/ Datenschutz (z.B. bzgl. GDNG, EHDS)
Vorarbeiten

Vorarbeiten

  • Entwurf MRG
  • Gutachten zur Weiterentwicklung medizinischer Register zur Verbesserung der Dateneinspeisung und -anschlussfähigkeit der TMF aus 2021
  • Registerdatenbank der medizinischen Register in Deutschland
  • HL7 FHIR Best Practice bei der Implementierung und Spezifizierung
  • Governance für Kernprofile
  • MII Kerndatensatz Module
  • IHE QRPH-Profile für medizinische Register
  • ISiK Stufe 5 Modul Formular
Ressourcenplanung

Ressourcenplanung

Konkrete Sitzungstermine noch zu planen

Allgemein: Virtueller Jour Fixe alle 2 Wochen zur Koordination, Zusammenführung, Definition individueller, abzuarbeitender Aufgaben, Besprechung abgeschlossener Aufgaben und ggf. direkte Themenbearbeitung;
ggf. separate Arbeit in Themen-Teams und/oder unabhängige Bearbeitung individuell zugeordneter Aufgaben

Arbeitsweise

Arbeitsweise

  • Definition von konkreten Meilensteinen in Bezug auf die Ziele (1) - (3) im Rahmen eines Arbeitsplans
  • Dokumenten-Ablage in MS Sharepoint
  • Gemeinsame Arbeitsplattform Confluence
  • virtuelle Treffen Microsoft TEAMS
Interested Parties

Interested Parties

  • AG Register des TMF e.V.
  • Medizininformatik-Initiative (MII)
  • Diverse medizinische Register
  • European Registry Working Group des TMF e.V.: European Medical Patient Registries (EMPARE)
  • AG Register des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung e.V.
  • HL7 Deutschland e.V. 
  • Bundesverband Gesundheits-IT bvitg e. V. 
  • Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V.
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 
  • Netzwerk Universitätsmedizin NUM
  • Datenintegrationszentren (DIZ)
  • Forschungsdatenzentren (FDZ)
  • gematik
Mehrwert/Nutzen

Mehrwert/Nutzen

  1. Umsetzungsunterstützung für Medizinregister-Gesetz § 11 und Akzeptanzsteigerung bei Medizinregister-Betreibenden
  2. Qualitätssicherung der KIG-Festlegungen durch strukturierte Einbindung breiter Expertise
  3. Methodische Grundlage für vergleichbare Interoperabilitätsinitiativen im deutschen Gesundheitswesen
External Drivers

External Drivers

  • Große Heterogenität und fehlende semantische, syntaktische und technische Interoperabilität sorgen für hohe manuelle Aufwände im Datenimport und der Datenaufbereitung. Dadurch entstehen hohe Kosten und Verzögerungen bei der Datennutzung und Forschung
  • Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Medizinregistern und zur Verbesserung der Medizinregisterdatennutzung (u.a. Planung eines Zentrums für Medizinregister, Medizinregisterverzeichnis, Befugnisnormen für die Datenübermittlung und Datenverarbeitung sowie § 11 IOP-Anforderungen an registerspezifische Datensätze)
  • EHDS: Europäischer Rahmen für Gesundheitsdatennutzung und grenzüberschreitende Interoperabilität; THEDAS: Technische Implementierungsvorgaben im EHDS-Kontext
  • GDNG: Governance der Gesundheitsdatennutzung in Deutschland
Querbeziehungen/ Abhängigkeiten zu anderen Arbeitskreisen

Querbeziehungen/ Abhängigkeiten zu anderen Arbeitskreisen

  • AK Governance für Kernprofile
  • AK Fachanwender Journey Onkologie
  • AK Datenflow in einem onkologischen Behandlungsverlauf