INterdiSziPlinäreund InteRsektoraletelemedizinische Evaluation, Koordination und Behandlung im ParkinsonNetzRheinMain+

INSPIRE-PNRM+

Typ:
Projekt
Medizinische Fachrichtungen:
Neurologie
Projekt von:
01.04.2023
Projekt bis:
30.09.2026
Schlagwörter:
Case Management // elektronische Patientenakte (ePA) // integrierte Versorgung // interdisziplinär // kassenübergreifend // mobile Health // Netzwerk/Vernetzung // Parkinson // Praxis- und Patientenmanagement // Regelversorgung // sektorenübergreifend // Versorgungsforschung // Videosprechstunde
Versorgungsebene:
ambulante Versorgung // gesonderte fachärztliche Versorgung // spezialisierte fachärztliche Versorgung
Zielsetzung:

Ziel der Intervention ist eine optimierte, effektivere, bedarfsgerechte Versorgung für Menschen mit Morbus Parkinson im ParkinsonNetz RheinMain+. Eine höchst effektive Beeinflussung des Langzeitverlaufes ist durch eine synergistische Anwendung eines individualisierten Therapieprogramms möglich, welches Symptom- aber auch Erkrankungsstadien spezifisch angewandt werden sollte. Das zentrale Element der neuen Versorgungsform ist die Implementierung einer telemedizinischen Evaluations- und Koordinationsfunktion, die innerhalb des Netzwerks individualisierte Behandlungsprozesse steuert. Die individualisierte Evaluation und Koordination der Behandlungspfade soll innerhalb des bereits bestehenden ParkinsonNetzes RheinMain+ durch eine speziell für die Versorgung von Menschen mit Parkinson ausgebildete, auf Masterniveau qualifizierte Pflegefachperson (APN - Advanced Practice Nurse) erfolgen. Dabei finden vertiefte Assessments der individuellen Krankheitssituation der Patient*innen statt. Aufbauend auf diesen Assessments wird einen evidenzbasierter und patient*innenzentrierter Behandlungs- und Versorgungsplan erstellt. Die Behandlungspläne werden mit Hilfe audiovisueller oder telemedizinischer Kommunikation durch die APNs evaluiert und gesteuert. Darüber hinaus werden die APNs befähigt, die für die Umsetzung klinischer Leitlinien und Standards notwendigen Behandlungsmaßnahmen anzustoßen und im Rahmen von Delegationsprozessen zu übernehmen. Die APNs stellen sicher, dass die Patient*innen in allen Versorgungsbereichen bedarfs- und patientenzentriert betreut werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen beteiligten Berufsgruppen innerhalb des Netzwerks.

Beschreibung

Keine Angabe durch den Projektträger

Abgeleitete Maßnahmen

Keine Angabe durch den Projektträger

Zusätzliche Maßnahmen

Keine Angabe durch den Projektträger

Informationsgewinnung und -übertragung

Für einen reibungslosen Projektablauf werden Gremien zur Projektsteuerung gebildet: Das Lenkungsgremium organisiert die Steuerungstreffen des Projektes, in denen alle Konsortialpartner vierteljährlich über den Projektfortschritt informiert werden und strategische Entscheidungen zur Fortsetzung getroffen werden. Das Lenkungsgremium wird fachlich unterstützt und beraten vom Projektbeirat, bestehend aus den Kooperationspartnern, die sich in einem halbjährlichen Turnus treffen. Die Beiratsmitglieder tragen ihre Erfahrung aus der Versorgung zum Projekt bei und können so etwa gezielt bei Problemen in der Versorgung unterstützen.  Die operative Projektarbeit findet in Arbeitsgruppen statt, die entsprechend der Teilprojekte gebildet werden. Die Häufigkeit der Treffen der Arbeitsgruppen wird entsprechend der anfallenden Aufgaben im Projekt festgelegt. 

Informationsempfänger und -verarbeitung

Keine Angabe durch den Projektträger

Zielgruppe:

Die Intervention soll zu einer besseren Versorgungsqualität der an der idiopathischen Parkinson-Krankheit erkrankten Patient*innen beitragen.

Einschlusskriterien

Alle Patient*innen mit gesicherter Diagnose idiopathische Parkinson-Krankheit oder atypische Parkinsonsyndrom (gemäß geltenden diagnostischen Kriterien der Movement Disorder Society in aktuell geltender Fassung. Einschließlich müssen die Kriterien von mindestens Bradykinese und Rigor oder Ruhetremor vorhanden sein), Alter:30-85 Jahren in den Versorgungsregionen Rheinland-Pfalz und Hessen; Fähigkeit die Patient*inneninformation zu verstehen und eine schriftliche Einverständniserklärung zu erteilen

Ausschlusskriterien

Demenz (MOCA < 22); psychiatrische oder andere medizinische Komorbiditäten, die eine reibungslose Durchführung des Studienprotokolls beeinträchtigen könnten (z.B. Tumorleiden mit begrenzter Lebenserwartung, Dialysepflicht, etc.), Drogen- oder Alkoholabhängigkeit; Frauen im gebärfähigen Altem, die keine adäquaten Verhütungsmethoden anwenden; gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Behandlungsstudie

Teilnehmende Versicherte:

Geplante Anzahl: 1354
Einzugsgebiet: DE Hessen
Einzugsgebiet: DE Hessen
Einzugsgebiet: DE Rheinland-Pfalz
Einzugsgebiet: DE Rheinland-Pfalz


Geplante Anzahl: 1354
Einzugsgebiet: DE Hessen
Einzugsgebiet: DE Rheinland-Pfalz

Auswahl-/Zugangsverfahren der Versicherten

Rekrutierung der Patient*innen: Für die Rekrutierung der Patient*innen sind insgesamt zwölf Monate vorgesehen. Um möglichst zeitnah die angestrebte Fallzahl von 1.354 Patient*innen zu erreichen, werden direkt zu Beginn sowohl die Patient*innen der am Selektivvertrag teilnehmenden Krankenkassen (TK und DAK), als auch alle weiteren gesetzlich Versicherten, sofern sie den Einschlusskriterien entsprechen, über den Behandlungsvertrag eingebunden. Ein denkbares Risiko, dass Patient*innen nicht bereit sind am Projekt teilzunehmen, wenn sie in der Kontrollgruppe sind, wird durch die Tatsache minimiert, dass auch die Patient*innen der Kontrollgruppe (aus Evaluationsgründen) die Leistung des Hausbesuchs zum Start und Ende der Intervention erhalten

Auswahl-/Zugangsverfahren der Leistungserbringer:

Rekrutierung der Ärzt*innen (Neurolog*innen): Es wurde bereits im Rahmen der Konzeptentwicklung potenzielle neurologische Facharztpraxen von Berufsverbänden BVDN und ZNS RLP Mitte über das Projekt informiert und das Interesse und Unterstützungsangebot in Form von LOIs vertraglich eingebunden. Die LOIs sind rechtlich nicht verpflichtend, dienen aber dazu, bereits interessierte Leistungserbringer*innen direkt zum Projektstart ansprechen zu können. Die LOIs sind dem Projektantrag angehängt.

Rekrutierung der APNs: Die akademische Ausbildung der APNs erfolgt an verschiedenen Hochschulstandorten bundesweit, u.a. auch an der Katholischen Hochschule in Mainz. Für die Versorgung der beteiligten Patient*innen sind 10 APNs vorgesehen. Die Rekrutierung könnte dadurch erschwert werden, dass die Zeitspanne zwischen Eingang des positiven Bescheids und Projektstart nicht ausreicht, um die 10 APNs rekrutieren zu können. Der Projektstart orientiert sich am Abschlusszeitraum des Masters. Zudem wird frühzeitig über eine potenzielle Durchführung des Projektes informiert. Dies kann u. a. durch die Einbindung der KH Mainz als Konsortialpartner realisiert werden.  

1. Kostenträger:

Innovationsfonds

2. Kostenträger:

Innovationsfonds

Teilnehmende Leistungserbringer:

Ergotherapeut/in // Logopäde/in // Physiotherapeut/in // Psychologe/in // Ärzte

Weiterführende Informationen

Keine Angabe durch den Projektträger

Durchführung einer Evaluation:

Vorgesehen

Typ der Evaluation:

Medizinisch // Ökonomisch

Durchführende Organisation:

Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
67059 Ludwigshafen am Rhein
Deutschland zur Website

Art/Typ des Evaluationskonzeptes:

Keine Angabe durch den Projektträger

Art des Evaluationsdesigns:

Keine Angabe durch den Projektträger

Art der verwendeten Daten:

Keine Angabe durch den Projektträger

Vorhandene Rechtsgrundlage

§ 140 a SGB V (Integrierte Versorgung)

Zusätzliche Rechtsgrundlage

§ 630a SGB V

Genutzte Förderprogramme

Keine Angabe durch den Projektträger

Verwendete Standards:

Keine Angabe durch den Projektträger

Weitere verwendete Standards:

Keine Angabe durch den Projektträger

Verwandte Projekte:

Keine Angabe durch den Projektträger

Wählen Sie

Kontakt

Gesamtprojektleitung:

Universitätsmedizin Mainz; Klinik und Poliklinik für Neurologie Rhein-Main-Neuronetz (rmn²)
Prof. Dr. Sergiu Groppa
Langenbeckstr. 1
55131/Mainz

Ärztliche Projektleitung:

Universitätsmedizin Mainz; Klinik und Poliklinik für Neurologie Rhein-Main-Neuronetz (rmn²)
Prof. Dr. Sergiu Groppa
Langenbeckstr. 1
55131/Mainz

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